So läuft eine Baumbestattung ab

  1. Kremation: Voraussetzung ist immer die Einäscherung — im Krematorium deiner Region oder in dem, das mit dem Forst zusammenarbeitet.
  2. Baumwahl: Gemeinsam mit dem Forst wählst du den Baum: Einzelbaum, Familienbaum (bis 10+ Plätze) oder Freiplatz an einem Gemeinschaftsbaum.
  3. Beisetzung: Der Förster öffnet die Wurzelerde, die Urne wird eingesetzt, die Erde schließt sich. Danach wächst der Baum weiter — die Stelle bleibt für immer unangetastet.
  4. Nach der Beisetzung: Der Baum wird mit einer kleinen Plakette markiert (Name optional) — oder bleibt völlig anonym, ganz wie ihr wünscht.

Was eine Baumbestattung kostet

Wenn du konkret planst: Baumbestattung — Anbieter finden auf bestattung.de zeigt dir Bestatter und Friedwälder in deiner Region.

PositionSpanne (2026)
Kremation (inkl. Urne)ca. 800–1.500 €
Forstplatz: Freiplatz / Gemeinschaftsbaumca. 900–1.800 €
Einzelbaumca. 2.500–5.500 €
Familienbaum (mehrere Plätze)ca. 3.500–10.000 €
Beisetzung mit Feierca. 300–800 €

Richtwerte, Stand September 2026. Der Forst ist immer ein Friedhof im rechtlichen Sinn — die Gebühren variieren je Region und Baumbesonderheit.

Vorteile — und was du wissen musst

  • Kein Pflegezwang: Der Wald pflegt sich selbst — du kannst besuchen, ohne zu gärtnern
  • Natürliche Umgebung: Für viele Menschen ist ein wachsender Baum ein tröstlicherer Gedanke als ein Stein
  • Familienzusammenführung: Am Familienbaum finden mehrere Generationen einen gemeinsamen Ort
  • Dauerhaftigkeit: Die Stelle bleibt unangetastet — der Vertrag sichert die Ruhe auf Dauer
Zu bedenken: Es gibt kein klassisches Grabmal und meist keine Blumen — manche Familien vermissen das. Und: Der Wald ist oft weiter weg als der nächste Friedhof. Prüfe vor der Entscheidung, ob der Ort für dich gut erreichbar ist.

Für wen eine Baumbestattung passt

  • Menschen, die die Natur geliebt haben und keinen Stein wollten
  • Familien, die einen gemeinsamen Ort über Generationen suchen
  • Menschen ohne Grabpflege-Möglichkeit (weitere Entfernung, keine Nachkommen)
  • Alle, die sich ein „Weiterwachsen" statt eines „Endens" wünschen

Nicht passt sie, wenn du einen klassischen Grabstein brauchst, Blumen ablegen willst oder das Ritual des gepflegten Grabes dir wichtig ist — dann ist eine klassische Bestattungsart ehrlicher.

Was andere fragen

Ja — bei den meisten FriedForsten besuchst du den Wald vorher mit dem Förster und wählst zwischen freien Bäumen: Eiche, Buche, Linde … je nach Region. Wer möchte, sichert seinen Wunschbaum schon zu Lebzeiten (Vorsorge).
Die Verträge sichern den Ort dauerhaft: Fällt ein Baum (Sturm, Alter), wird an derselben Stelle ein neuer gepflanzt oder die Urne wird innerhalb des Forsts umgebettet — das regelt der Vertrag. Die Betreiber sind als Friedhofsträger rechtlich gebunden, kein Friedhof kann einfach „verkauft und umgepflügt" werden.
Kleine, verrottbare Dinge sind meist erlaubt: ein Blumenstrauß, eine Kerze am Boden, ein Holzvögelchen. Verboten sind in der Regel Plastik, Metallschilder, feste Bepflanzung — der Wald soll Wald bleiben. Die Forst-Regeln stehen auf der Website jedes Anbieters.
Fachlich geprüft durch die Redaktion von bestattung.de · Zuletzt aktualisiert: September 2026

Mehr Hintergrund, Zahlen und Rechtslagen dazu: alles über RuheForst, FriedWald & Co. — im Bestattungswiki.